Berichte 2009

Schweizermeisterschaft in Rebstein

Am Samstag, 12. September machten wir uns auf den Weg ins Rheintal zur Schweizermeisterschaft. Nach einer gemütlichen Fahrt über Land trafen wir um fünf Uhr am Nachmittag in Rebstein ein. Nachdem wir unsere Unterkunft bezogen hatten, machten wir uns auf den Weg zum Festgelände. Dort waren etliche Stände mit den Themenbereichen Verbandstoff, Samariterbekleidung, Samariterkurse und Ausbildungen, sowie auch einen Bereich wo die verschiedenen Modelle von Defibrilatoren zu vergleichen waren. Natürlich war auch ein Angebot für hungrige Mägen und Schleckmäuler vorhanden. Nach einem Apéro im Festzelt war es schon bald Zeit zum Nachtessen. Mit einem feinen Menü, Unterhaltungsmusik und Tanz verbrachten wir einen amüsanten, gemütlichen und fröhlichen Abend. Nach einer kurzen Nacht, mit nicht unbedingt erholsamen Schlaf, galt es dann am Sonntagmorgen ernst. Bereits um acht Uhr starteten wir in zwei Gruppen à 4 Personen zu den insgesamt sechs Posten. Unser Fachwissen wurde im Bereich Anatomie, Auto-, Velo-, Sport-, Elektrounfall und Verbandstechnik geprüft. An jedem Posten bekamen wir den Auftrag schriftlich und mussten dann anschliessend das Fallbeispiel nach bestem Wissen lösen. Dem scharfen Auge der Schiedsrichter/innen entging nicht das Geringste, wurde bewertet und nachher besprochen. Zwischen den einzelnen Posten diskutierten und fachsimpelten wir eifrig. So verging der Wettkampf wie auch der Morgen in Windeseile vorbei. Mit einem guten Mittagessen wurden wir für die getane Arbeit belohnt. Mit Schlafen, Jassen und Glaceessen vertrieben wir uns die Zeit bis zur Rangverkündigung. Von den insgesamt 144 gestarteten Teams erreichten wir den 65 und 95. Rang. Glücklich, mehr oder weniger zufrieden mit dem Resultat und dem festen Vorsatz bis zur nächsten Schweizermeisterschaft emsig zu lernen und üben machten wir uns wieder auf den Weg nachhause. 


Bezirksübung Hütten

Die diesjährige Bezirksübung fand am 26.6.09 rund um die Bäsebeiz Hengerten in Hütten statt. Nach kurzer Instruktion und besten Witterungsverhältnissen starteten 2 Gruppen à vier Personen aus unserem Verein. Unser Wissen und Können wurde an fünf verschiedenen Fallbeispielen geprüft. Unsere erste Herausforderung bestand darin, herauszufinden, was wohl mit dem Bauer, welcher am Stallmisten war, über Stress klagte und wirre Dinge erzählte, los war. Für meinen Teamkameraden und Kameradinnen, alles bestandene und erfahrene Samariter, war es ein Kinderspiel, herauszufinden, dass es sich hier um einen Diabetiker handelt. Nach Verabreichung von Fruchtsaft und ein paar zum Thema passenden Fragen und Infos zogen wir weiter zum zweiten Posten. Dort lag eine vom Baum gestürzte Frau auf der Wiese. Mit einem gekonnten Halsschienengriff, guter Betreuung und korrekter Alarmierung wurde auch dieses Problem gelöst. Bei der dritten Station lag in einer nach Benzin riechenden Garage ein Mann ohne Lebenszeichen auf dem Boden. Sollten wir jetzt den Patienten zuerst ins Freie bringen oder direkt in der Garage mit der Reanimation beginnen? Diese Unsicherheit und die zu spät erfolgte Alarmierung kostet im Ernstfall wertvolle Zeit, in unserem Fall wurden uns lediglich ein paar Punkte abgezogen. Nichts desto Trotz und frohen Mutes zogen wir zum Posten Nummer vier. Dort fanden wir einen Mann in einer Blutlache vor, welcher sich mit der Baumsäge in sein Bein geschnitten hatte. Wir kämpften nicht nur mit der spritzenden Arterie sondern auch mit der hysterischen Frau des Verunfallten. Nach einer knappen Stunde waren wir bereits beim letzten Fallbeispiel angelangt. An einem lauschigen Plätzchen wurden uns innerhalb von zehn Minuten 80 verschiedene Fragen gestellt. Diese galt es, so schnell wie möglich richtig zu beantworten.

Bei einem Wurstsalat und einem Glas Wein liessen wir es uns nach getaner Arbeit so richtig gut gehen. Bei der anschliessenden Rangverkündigung erreichten unsere beiden Gruppen von total 11 gestarteten Teams den hervorragenden 1. und 3. Rang! Bei einer angeregten Diskussion und feiner Cremeschnitte liessen wir diesen Abend ausklingen.


Samariter Richterswil-Sanstagern bei der Rega

Am 13. Mai 2009 besuchten 18 interessierte Samariter aus Richterswil – Samstagern das Rega Center auf dem Flughafen in Kloten. Zu Beginn der Führung erklärte Herr Marti, Zuständiger für Partnerorganisationen, das Kürzel Rega. Rega setzt sich zusammen aus Rettungsflugwacht und Garde Aeriènne.

 

Rega heisst Hilfe aus der Luft

 

Die Schweizerische Rettungsflugwacht ist mit zehn eigenen und drei Helikopterbasen, die im Auftrag der Rega betrieben werden, die grösste Luftrettungsorganisation der Schweiz. Die Helikopterbasen sind so über die Schweiz verteilt, dass unter guten Flugbedingungen jeder Punkt im Land in 15 Flugminuten erreicht werden kann.

Neben den vielen Rettungseinsätzen fliegen die Rega auch so genannte Sekundäreinsätze. Es sind dies vorallem Verlegungsflüge von Spital zu Spital oder Transporte von Organen, Blut, Medikamenten, medizinischen Spezialisten, etc. Oftmals macht die Rega auch Hilfsflüge für Bergbauern, Transporte verletzter oder toter Tiere sowie Einsätze bei Katastrophen.

Im Rega Center Kloten sind drei Ambulanz-Jets stationiert. Sie dienen der Repatriierung von im Ausland Erkrankten oder Verunfallten. Die „Challenger“ sind für den Transport und die Betreuung von bis zu vier liegenden Patienten (oder zwei Intensivpatienten) eingerichtet. Sie sind unter anderem mit EKG Monitoren, automatischem Blutdruck-Messgerät, Beatmungsgerät, Sauerstoffanreicherungs- und Sauerstoffmessgerät ausgerüstet.

Auf dem Rundgang durch den Hangar konnte ein Challenger und ein Rettungshelikopter Eurocopter EC 145 bestaunt werden. Im Hangar werden zudem alle Wartungsarbeiten an den Jets und den Helikoptern durchgeführt.

Am meisten Eindruck machte jedoch die Einsatzzentrale, welche sämtliche Einsätze der Rega koordiniert. Die Einsatzzentrale ist Tag für Tag rund um die Uhr besetzt und jedermann kann die Rega alarmieren. Alarmierende Dritte haften nicht für die Kosten! Tagsüber arbeitet auch ein Arzt in der Einsatzzentrale, welcher den genauen Zustand der Patienten und den idealen Zeitpunkt der Rückführung abklärt.

Rund 2 Millionen Gönner finanzieren die Rega mit ihren jährlichen Beiträgen, denn die Rega ist eine private, nicht gewinnorientierte Stiftung. Die Spendengelder decken mehr als die Hälfte des Finanzbedarfs der Rega; der Rest stammt aus den Leistungen von Versicherungen und Krankenkassen für geflogene Einsätze.

Vereinsweiterbildung


Wann:     5. März 2005

Thema: " Wie g`sesch us? "

 

21 interessierte Samariter und 5 Feuerwehrangehörige trafen sich zu dieser Weiterbildung. Der Schwerpunkt dieses Abends lag auf der Patientenbeurteilung mittels des Bodychecks.
Bei einem Unfallereignis steht nach wie vor das ABCD Schema an erster Stelle. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes wird die Zeit optimal genützt durch die Ausführung des Bodychecks sowie durch eine gute Betreuung des Patienten.
Rolf Bachmann, Rettungssanitäter und FW – Angehöriger erklärte uns den genauen Ablauf des Bodychecks. Beim Kopf beginnt man den Patienten sorgfältig abzutasten – immer mit Handschuhen und der nötigen Vorsicht. Das Abtasten dient dem Feststellen weiterer Verletzungen. Dabei ist jedoch ganz wichtig, dass man den Patienten immer über die Handlungen informiert, den Patienten beobachtet und allfällige Schmerzen erfragt.

Nach der Theorie folgte die Praxis. Anhand von 3 Gruppenarbeiten konnte die Patientenbeurteilung praktisch geübt werden.

Ein Mann stürzte die Treppe herunter und lag mit grossen Schmerzen am linken Oberschenkel auf dem Boden. Seine Tochter wollte zu Hilfe eilen und stürzte so unglücklich, sodass sie sich eine Rissquetschwunde an der Backe zuzog. Nach der Erstbeurteilung, der Alarmierung und dem ABCD Schema wurde den Patienten ein Halskragen angezogen. Danach folgte ein Bodycheck, um die allfälligen weiteren Verletzungen abzuklären.

Am zweiten Posten trafen die Teilnehmer auf eine ältere Frau in Begleitung einer Bekannten. Die Frau torkelte und fühlte sich ganz schwach auf den Beinen. Nach einiger Zeit wurde sie sogar bewusstlos. Die Samariter deuteten die Symptome (Schweiss, Benommenheit, Aceton – Geruch, etc.) richtig. Sie gaben ihr sofort Traubenzucker, durchsuchten die Handtasche und fanden einen Ausweis über die Zuckerkrankheit. Im Anschluss wurden die vielen offenen Fragen zum Umgang mit der Zuckerkrankheit und deren Erkennungsbild von einer Fachperson kompetent beantwortet.

Hermann Gassner informierte am dritten Posten über den Puls und den Blutdruck. Die vielen Fragen: Was ist der Puls, wo wird er gemessen, wie lange wird gemessen, was sagt uns der Puls über den Zustand des Patienten, etc. halfen den Teilnehmern, die Wichtigkeit dieser Diagnosemöglichkeit zu erkennen. Beim Blutdruck hilft uns ein Gerät – doch auch diese Werte müssen richtig gedeutet werden können.